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Fakten Fakten Jahreszahlen |
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1899 |
Die erste Patententwicklung des Ingenieurs August Horch ist
ein 5 PS Zweizylindermotorwagen, hergestellt in Köln-Ehrenfeld. |
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1902 |
Die August Horch & Co. Motor- und Motorenbaufabrik zieht
nach Reichenbach/Vogtland um und beginnt mit der Serienfertigung von
Zweizylindertonneautos mit 10-12 PS. Gleichzeitig werden zwei
Vierzylindertypen von 14-17 PS bzw. 22-25 PS entwickelt. |
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1904 |
Am 10. Mai wird die Firma ins Zwickauer Handelsregister
eingetragen. Damit beginnt die Entwicklung eines Industriezweiges in der
Stadt, der Zwickau zu internationalem Ruhm verhilft. Trotz positiver
Geschäftsentwicklung ergeben sich Differenzen zwischen dem technischen
Direktor Horch und dem kaufmännischen Direktor Holler. |
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1906 |
Im Jahre 1905 rief der Maler Hubert von Herkomer, zusammen
mit dem Bayrischen Automobilclub die erste nach ihm benannte Rallye ins
Leben, die 1906 mit dem Sieg von Dr. Rudolf Stöss den Horchwerken einen
überragenden Triumph bescherte. |
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1907 |
Beim Kaiserpreisrennen im Taunus erlebte der erste
Sechszylinderwagen seine Premiere. Technische Mängel führten bei diesem
Rennen zum Ausfall aller Fahrzeuge. Durch diesen Mißerfolg und die mit der
Entwicklung verbundenen Kosten spitzte sich die Auseinandersetzung innerhalb
der Horchwerke zu. |
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1909 |
August Horch wird durch den Aufsichtsrat entlassen und
gründete daraufhin unweit des alten Werkes ein eigenes Unternehmen. |
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1910 |
Das neue Werk wird unter dem Namen "Audi-Automobilwerke
GmbH" ins Handelsregister eingetragen. Es wird ein neuer Fahrzeugtyp
entwickelt, der als Ausgangsmodell für die Alpenfahrten der Jahre 1911 und
1912 gilt. |
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1914 |
Das Auditeam mit Horch, Lange, Graumüller und Obruba erhielt
den Wanderpreis, die höchste sportliche Trophäe in den Jahren vor dem 1.
Weltkrieg, für den dreimaligen Sieg bei den Alpenfahrten. Außerdem werden
bei Horch Last-, Sanitäts- und Kommandeurfahrzeuge hergestellt. |
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1917 |
Durch den 1.Weltkrieg und die damit verbundene
Heeresmotorisierung kam es zu einem enormen Bedarfsanstieg an LKW's,
Krankenwagen und PKW's bei Horch und Audi. |
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1920 |
August Horch arbeitet seit längerem in verschiedenen Gremien
der Automobilindustrie mit. Dies führt schließlich zum Weggang aus Zwickau
und zum Umzug nach Berlin. |
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1921 |
Auf der ersten Nachkriegsautomobilausstellung präsentiert
Audi als Weiterentwicklung des Alpensiegermodells den Typ 14/50 PS, das
erste deutsche Auto mit Linkssteuerung. Auch bei Horch kommt es zur Ablösung
aller Vorkriegsmodelle durch einen seitengesteuerten Vierzylinder, der als
Musterbeispiel des rationellen Motorenbaus gilt. |
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1923 |
Audi stellt einen Sechszylinder vom Typ M vor, der jedoch
gegen die stark vordrängende Konkurrenz kaum Absatzchancen hat. |
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1926 |
Auf der JAMA in Berlin wird durch die Horch-Werke der vom
Paul Daimler entwickelte erste serienmäßig gefertigte deutsche
Achtzylindermotor vorgestellt. Dieser Motorentyp führt durch seine hohe
Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit sowie sein niedriges Preisniveau
zur Monopolstellung der Firma in Deutschland. |
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1928 |
Die schwer angeschlagenen Audi-Werke werden vom Dänen
Rasmussen und dessen DKW-Imperium aufgekauft. |
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1931 |
Die Horchwerke zeigen auf dem Pariser Autosalon Ihr
teuerstes Luxusmodell, den 12 Zylinder 670, der zu einem der Klassiker der
Branche wurde. |
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1932 |
Die Weltwirtschaftskrise führt zu einer weiteren
Verschärfung der Auftragssituation bei den Automobilherstellern der Region.
Um den Konkurrenzdruck besser abzuwehren, fusionieren die Horchwerke, Audi,
DKW Motorradwerke Zschopau und die Automobilabteilung der Chemnitzer
Wanderer-Werke zur Auto Union AG.
Damit beginnt ein wirtschaftlicher Aufschwung, der die Auto Union AG zum
zweitgrößten Automobilkonzern nach Opel werden läßt. Zur Entwicklung und
Betreuung von Rennwagenobjekten wird von Ferdinand Porsche und Alfred
Rosenbauer der Hochleistungsfahrzeugbau gegründet. |
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1934 |
Mit dem neuen Rennwagen der Auto Union AG erringt Hans Stuck
die ersten Weltrekorde. Gleichzeitig kommt der erste V8 Typ auf den Markt. |
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1935 |
Zu einer Sensation auf der Berliner Automobilausstellung
wird die Vorstellung des 853er Horchkabriolets, der das Ansehen der Auto
Union weiter hebt. Dazu zählen auch die 5 Liter Reihenmotormodelle, die es
zu einem Marktanteil von 54,9% in Deutschland bringen. |
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1936 |
Dieses Jahr wird mit dem Sieg von 9 bedeutenden Rennen und
dem Aufstellen von Geschwindigkeitsrekorden ein sehr erfolgreiches Sportjahr
für die Auto Union. |
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1940
bis
1945
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Die Fertigungskapazitäten der Auto Union AG werden im 2.
Weltkrieg auf den Bedarf des Heeres umgerüstet und u.a. Heeresfahrzeuge,
Torpedoteile und Flugzeugkanzeln hergestellt. Als führender
Rüstungsproduzent stehen auch die Horchwerke auf der Liquidationsliste der
Alliierten. 1944 wurden in zwei schweren Luftangriffen fast 50% des Werkes
zerstört. 1945 wird die Stadt Zwickau durch die Amerikaner und später die
Rote Armee besetzt. Sie veranlassen die sofortige Stilllegung der Horch-
und Wandererwerke und die Mitnahme von Maschinen, Ausrüstungen,
Zeichnungen und technischen Dokumentationen. Insgesamt werden ca. 28.000
Maschinen der Auto Union im Wert von 55,5 Millionen DM demontiert. |
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1946 |
Die ehemaligen Werke der Auto Union werden durch
Volksentscheid zu volkseigenen Betrieben. Horch wird zur
Großreparaturwerkstatt in der damaligen sowjetischen Besatzungszone mit
1.700 Beschäftigten. Daneben produziert man auch Dinge des täglichen
Bedarfs vom Feuerzeug bis zu landwirtschaftlichen Geräten. Bei Audi sind
120 Mitarbeiter beschäftigt. |
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1947 |
Die ersten Lastkraftwagen vom Typ H3 später H3A werden
produziert, deren Zahl steigt bis 1958 auf 31.361. |
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1948 |
Im Audi-Werk beginnt die Serienproduktion des F8 und F9,
insgesamt werden bis 1955 von beiden Typen 27.879 Fahrzeuge hergestellt.
Danach wird die Produktion des F9 nach Eisenach verlegt. Die Auto Union AG
Chemnitz wird ohne Nachfolger aus dem Handelsregister gestrichen. |
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1949 |
Der erste Traktor "Pionier" verläßt die Horchwerke. Dessen
Produktion wird 1951 nach Nordhausen verlegt. |
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1952 |
Umbenennung des Audi-Werkes in "VEB Automobilwerke
Zwickau" und von Horch in "Kraftfahrzeugwerke Horch" später "VEB
Sachsenring Zwickau". Ein Kunststoff, der anstelle von Tiefziehblech im
Karosseriebau eingesetzt werden kann, erhält das Patent und wird beim P70
erstmals verwendet. |
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1955 |
Der erste serienmäßig mit Kunststoffkarosserie
ausgestattete PKW der Welt erregt auf der Leipziger Frühjahrsmesse große
Aufmerksamkeit. Bis 1959 rollen 30.063 P70 vom Band. |
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1956 |
Der P240 Sachsenring wird vorgestellt, ein PKW, der in
Neuerungen und Komfort dem internationalen Standard entspricht und bis
1959 1.382 mal in Handarbeit angefertigt wird. |
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1958 |
Die beiden Zwickauer Automobilwerke schließen sich zum
"VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau" zusammen. Die Serienfertigung des
P50 Trabant beginnt. (500 ccm Hubraum und 18 PS) später dann P60 mit 23
PS. Die LKW-Produktion wird nach Werdau verlegt. |
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1965 |
Beginn der Serienfertigung des Trabant 601. |
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1968 |
Der 500.000 Trabant wird übergeben. Dessen Motorleistung
wird auf 26 PS erhöht. Seit diesem Zeitpunkt kommt es nur noch zu
Detaillverbesserungen bei der Trabantentwicklung. Die Versuche der
Konstrukteure, gebaute Prototypen neuer Modelle in die Serienfertigung zu
bringen, scheitern. |
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1973 |
Der 1 Millionste Trabant wird produziert. |
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1982 |
Der 2 Millionste Trabant verläßt die Zwickauer Endmontage. |
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1990 |
Beginn der Serienfertigung des Trabant 1,1 mit einem in
Lizenz gefertigten Viertakt-Ottomotor. Der erste dieser Art ist insgesamt
der 3 Millionste Trabant. Am 26.9. erfolgte in Mosel die Grundsteinlegung
für ein hochmodernes Werk der Volkswagen AG - die Sächsische Automobilbau
GmbH. Bereits 5 Monate später läuft der erste VW-Polo vom Band. |
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1991 |
Der letzte Trabant verläßt am 30. April das Zwickauer
Werk. |
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1992 |
Die Sachsenring Automobilwerke Zwickau GmbH wird als
Ersatzteile- und Zubehörbetrieb in das Handelsregister Chemnitz
eingetragen. |
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1993 |
Übernahme der Vermögensgegenstände der SACHSENRING
Automobilwerke GmbH i. L. von der Treuhandanstalt durch die Gebrüder
Rittinghaus. |
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1994/
1995 |
Um- und Ausbau des Unternehmens zu einem innovativen
Modullieferanten der Automobilindustrie. |
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1996 |
Umwandlung der SACHSENRING Automobiltechnik GmbH in die
SACHSENRING Automobiltechnik AG. Entwicklung des Uni 1. |
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1997 |
Börsengang - Listing Neuer Markt, Erwerb von Trasco. Über
1.000 Mitarbeiter schaffen aus einer gewachsenen Tradition eine neue
Zukunft. |
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1953 |
Die SED beauftragt die VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, einen
Kleinwagen zu entwickeln. |
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04.10.1957 |
Start des ersten künstlichen Erdtrabanten, dessen Begeisterung dem Auto
dem Namen Trabant einbrachte. |
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07.11.1957 |
Das erste Exemplar des Trabant P50 war montiert. Bis Jahresende wurden
50 Fahrzeuge gebaut. (500 ccm, 18 PS, 90 km/h) |
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1959 |
Erstes Kombi-Modell, außerdem nun Viergang-Synchrongetrieb und 20 PS |
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1962 |
Der P60 mit 600 ccm und 23 PS kommt |
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1964 |
Beginn der Serienfertigung des Trabant 601. Leider wurde aus dem
Nachfolger des P50 nur ein bescheidenes Update, weil die Vorgabe lautete:
Das neue Auto muss mit den Fertigungsanlagen des alten gebaut werden. Dafür
gab es jetzt viele Farben: pastellblau, pastellgrün, pastellbraun,
marmorweiß oder silbergrau. |
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1965 |
Der Trabant erhält eine Kupplungsautomatik. |
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1967 |
zwei vordere Duplexbremsen |
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1973 |
eine neue "Lichtaustrittscheibe für Blink-, Schluss- und Bremslicht"
sowie einen größeren Tank |
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1974 |
"Nadellagerung für die Kolbenbolzen" senkt den Ölanteil im
Kraftstoffgemisch auf 1:50 |
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1981 |
eine "Kraftstoffhahn-Fernbedienung" wird eingebaut. |
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1983 |
ein großer Techniksprung: das Bordnetz wird von 6 auf 12 Volt
aufgerüstet. Außerdem gibt es jetzt eine Warnblinkanlage. |
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1985 |
Batteriezündanlage |
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1988 |
Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas |
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Okt. 1989 |
War in den 50ern der Zweitakter noch völlig normal, so rollten die
darauffolgenden Jahrzehnte nur noch frische Oldtimer vom Band. 1989 kam doch
noch die Sensation: Ein Viertaktmotor, der Trabant 1.1 war geboren. Doch zum
Preis von DM 20.000 hielt auch er sich nicht mehr lange. |
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30.04.1991 |
Der letzte der 38865 Exemplare des 1.1 lief vom Band. |
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